Am 4./5. Juni finden in Unterensingen, Kreis Esslingen, die
Weltmeisterschaften im Inline-Alpin-Slalom und Parallel-Slalom statt (wir haben
berichtet). Die Winnender Skater aber sind nicht dabei. Nicht wegen deren
Leistung, es geht dabei um Kompetenzstreit innerhalb des Verbandes.
Die WM wird vom internationalen Rollsportverband (FIRS) ausgetragen. Mitten
in der Vorbereitungsphase wurden die Rennläufer des DSV-Ski-Inline-Teams,
welchem auch drei Läufer der SV Winnenden angehören, in die fortwährenden
Kompetenzstreitigkeiten zwischen den Inline-Verantwortlichen des deutschen Skiverbands
(DSV) und den Rollsportverbänden verwickelt. Das DSV-Ski-Inline-Team hat sich
dazu entschieden, nicht an der WM teilzunehmen, um sportpolitische Interessen
der DSV-Funktionäre zu unterstützen. Die SV Winnenden war im Vorfeld von keinerlei
Problemen unterrichtet und bedauert diese plötzliche Entscheidung sehr.
Mittwoch, 1. Juni 2016
Mittwoch, 6. April 2016
Winnender Skater in der WM-Vorbereitung
Das Winnender Trio Alexa Brust, Noah Sing und Mona Sing (von links).Drei Läufer im A-Kader des Deutschen Ski-Verbands (DSV)
Die Weltmeisterschaften im Inline-Alpin-Sport werden alle zwei Jahre ausgetragen. Die Läufer der SV Winnenden waren 2014 sehr erfolgreich. Mona Sing wurde Vizeweltmeisterin im Slalom und Parallel-Slalom, Alexa Brust und Noah Sing überraschten mit einem vierten und fünften Platz im Parallel-Slalom. Diese Erfolge möchten die drei Winnender in Unterensingen (Kreis Esslingen) gerne wiederholen. Die Weltmeisterschaften sind sehr früh in der Saison, schon das zweite Rennen. Umso wichtiger ist es für die Läufer, sich gezielt vorzubereiten. Von diesem Jahr an kümmert sich der Hauptverein um die drei Vorzeige-Läufer aus der Wintersportabteilung, so dass einer gezielten Vorbereitung nichts mehr im Wege steht. Seit es das Wetter zulässt, trainieren sie auf Rollen. Alle drei sind froh, wieder in Winnenden trainieren und für die SV Winnenden starten zu können. In der Vorbereitungsphase zur WM wird zweimal unter der Woche Slalom trainiert. Außerdem stehen weitere Trainingseinheiten am Wochenende auf dem Programm. Verantwortliche Übungsleiterin ist die „Seniorin“ im Team, Mona Sing. Zusätzlich zum Slalomtraining bietet sie zusammen mit ihrem Bruder Inline-Kurse an und kümmert sich um das Kindertraining in der Rollsporthalle. Auch hier wird sie zukünftig vom Hauptverein der SV Winnenden unterstützt.
Mittwoch, 9. März 2016
Inlinekurse und Skitty Parcours Kindertraining

Die SV Winnenden bietet Inline-Kurse in der Rollsporthalle an. Unter dem Motto „Sicher Skaten, richtig Bremsen und Fallen“ können Kinder, Erwachsene und Familien das Inline-Skaten erlernen. Eine Schutzausrüstung bestehend aus Helm, Handgelenk-, Ellbogen- und Knieschützern ist erforderlich. Inline-Skates sollten mit einer Bremse ausgestattet sein. Das Mindestteilnehmeralter ist 5 Jahre. Die Teilnahmegebühr beträgt pro Person und Kurs € 12.00,-.
Termine sind:
Sonntag, 20. März 2016, 9.30 Uhr bis 11.00 Uhr und
Sonntag, 27. März 2016, 9.30 Uhr bis 11.00 Uhr
Info und Anmeldung unter 07195 65845 oder auf der Geschäftsstelle der SV Winnenden und per mail an nsing@arcor.de
Außerdem wird ab Dienstag, 05.04.2016, 17.00 Uhr – 18.00 Uhr wieder „Skitty-Parcours“, Inline-Skaten für Kinder ab 5 Jahren in der Rollsporthalle angeboten.
Im Kurs „Skitty-Parcours“ wird auf spielerische Weise Kindern ab 5 Jahren das „Rollen und Gleiten“ auf Inlineskates beigebracht. Es wird ein Vielseitigkeitsparcour mit verschiedenen Hindernissen gefahren. Im Kurs kommen auch verschiedene Spiele und das Erlernen der richtigen Skating-Technik nicht zu kurz. Die Kurse finden 15 mal bis zum Anfang der Sommerferien statt. Die Kursgebühr beträgt 30 €.
Durch Inline-Skaten steigern die Kinder ihre koordinativen Fähigkeiten wie Gleichgewicht, Kopplungsfähigkeit, Anpassungsfähigkeit und Orientierungsfähigkeit. Aus diesem Kurs heraus können sie später in die Sportarten Ski-Inline, Inline-Skater-Hockey, Rollkunstlauf und Wintersport wechseln. Weitere Infos und Anmeldung über o.g. Kontakte.
Sonntag, 21. Dezember 2014
Durch den Stangenwald von Nellmersbach
Zeitungsbericht vom Trainingsbesuch des ZVW Redaktionsmitglieds Thomas Wagner mit Fotograf Steinemann. Bericht erschienen im Zeitungsverlag Waiblingen am 17.10.2014. ZVW-Online Link zu Bericht und Videos.
Die SV Winnenden ist Weltspitze – in einer rasanten, technisch schwierigen und noch recht jungen Sportart, die noch um Anerkennung kämpft. Mona Sing und ihr Bruder Noah (18) sowie Alexa Brust (14) sind Kader-Mitglieder des Deutschen Ski-Verbands (DSV), Verena Müller (17) gehört dem Landeskader an. Ein Trainingsbesuch in Leutenbach-Nellmersbach.
Zumindest aus der Distanz betrachtet, braucht’s ein bisschen Fantasie: Hier irgendwo sollen einige der weltbesten Ski-Inliner trainieren? Unterhalb des Rewe-Parkplatzes, zwischen einer mächtigen Baustelle, mannshohen Maisfeldern und der ausgebauten Bundesstraße bei Nellmersbach, windet sich ein leicht abschüssiger, asphaltierter Wirtschaftsweg. Ein metallisches „Klack-klack-klack“ mischt sich im Sekundentakt mit dem Dauerlärm der Autos und Lastwagen, die auf der B 14 hintereinander herjagen. Die vier Ski-Inline-Läufer der SV Winnenden scheint das nicht zu stören. Sie drücken, nein schlagen, wie ihre Kollegen auf den Skiern, mit ihren Stöcken die roten und blauen Kippstangen zur Seite und schlängeln sich in rasanter Fahrt durch den Slalom-Parcours.
Auslauf - Gegenhang als natürliche Bremse
Auch die Aussicht von den am Start aufgestellten Klappstühlen auf die Bundesstraße könnte ein bisschen romantischer sein. Andererseits: Mona und Noah Sing, Alexa Brust und Verena Müller sind nicht zum Relaxen hier. Es wird hart gearbeitet. „Die Strecke ist eigentlich ideal“, sagt Hans Schwenzer, Ski-Inline-Sportwart des Schwäbischen Ski-Verbands. „Wichtig ist, dass sie einen Gegenhang hat.“ Der dient quasi als Auslauf, als natürliche Bremse. Stopper haben die Skates nicht, ohne die entsprechende Topografie kämen die Läufer wohl erst kurz vor Winnenden zum Stehen.
Zweimal die Woche trainieren die vier Vorzeige-Läufer der SV Winnenden abends auf der offiziell genehmigten Strecke. Mona Sing hatte sich im vergangenen Jahr den Europameister-Titel im Riesenslalom gesichert, vor ein paar Wochen wurde sie Vize-Weltmeisterin im Slalom und Parallel-Slalom. Ihr Bruder Noah (19) überraschte bei der WM mit Rang fünf im Parallel-Slalom, Alexa Brust wurde in dieser Disziplin Vierte. Im Sauerland nicht am Start war Verena Müller (17), die dem Landeskader angehört. Die anderen drei sind Mitglieder des Deutschen Ski-Verbands (DSV).
International nicht ganz so erfolgreich sind die Winnender im Riesenslalom, was in erster Linie an den fehlenden Trainingsmöglichkeiten liegt. Die Strecke müsste breiter sein, damit die Tore entsprechend platziert werden können. Die eine oder andere Idee für ein weiteres Übungsgelände hätten die Winnender schon. So ganz einfach indes ist das nicht: Da ist zum einen die Haftungsfrage. Schließlich gibt’s wenige asphaltierte Wege, die nicht von Fahrzeugen befahren werden dürfen. „Wir können ja auch nicht irgendwo die Slalomstangen aufstellen“, sagt Schwenzer.
Ende der 1990er Jahre kam der Trendsport Inline-Skaten auf, 1997 gab’s die ersten Wettkämpfe. Die Wintersportabteilung des SV Spiegelberg, mit Hans Schwenzer an der Spitze, sprang auf den Zug auf. Die SV Winnenden stieg 2002 ein – mit Schwenzers Unterstützung. Im Jahr darauf fand in Winnenden bereits der erste Kreisentscheid statt. Die Sportart gewann immer mehr Anhänger, der DSV stellte eine Rennserie auf die Beine.
Balance - Training auf der Slackline
Eigentlich sollte Ski-Inline den Sportlern in der schneelosen Zeit als Trainingsmöglichkeit dienen, es entwickelte sich jedoch nach und nach zu einer eigenen Sportart. „Am Anfang hatten wir in Winnenden zwischen 15 und 20 Läufer“, sagt Schwenzer. Aktuell fahren nur Mona und Noah Sing, Alexa Brust und Verena Müller Rennen. Rund 15 weitere Kinder trainieren in der Rollsportanlage in Winnenden. Dass sich die Anzahl der aktiven Läufer reduziert hat, dürfte nicht zuletzt dem erheblichen Aufwand geschuldet sein. Wie immer, wenn Kinder Leistungssport treiben, müssen die Eltern nicht nur viel Zeit, sondern auch ein bisschen Kleingeld mitbringen. Und sie sollten ein Faible haben für die Sportart. Wie Petra und Volker Sing, die sich über die Wochenend-Gestaltung seit Jahren kaum Gedanken machen müssen. Ihre beiden Kinder Mona und Noah zählen zu den besten Ski-Inlinern überhaupt. Mona ist derzeit Zweite der Frauen-Weltrangliste, Noah liegt auf Rang 16 bei den Männern. Die 14 Jahre alte Alexa Brust ist Elfte in ihrer Altersklasse, Verena Müller (17) ist 51.
Platzierungen, die sich das Quartett hart erarbeitet hat. Die dritte Trainingseinheit pro Woche findet am Stützpunkt in Mosbach bei Heilbronn statt, wo auch der Bundestrainer zugegen ist. Damit jedoch nicht genug: Mit diversen Läufen wird die Ausdauer trainiert, Slackline und Wippe dienen der Gleichgewichtsschulung. Die wird benötigt, um schlangengleich durch den Slalomwald zu huschen. „Alle vier fahren auch sehr gut Ski“, sagt Volker Sing. Der Bewegungsablauf beim Inline-Alpin ist vergleichbar. Zwei bedeutsame Unterschiede indes gibt’s: Weil Skates kürzer sind als Skier, ist es schwieriger, die Balance zu halten. „Und beim Skifahren schmerzt ein Sturz nicht so sehr“, sagt Volker Sing und lächelt.
Klar, die Reibung auf Asphalt ist um etliches höher als auf Schnee. Wobei die Inliner sehr gut geschützt sind: Knie-, Ellbogen- und Handgelenk-Protektoren sowie ein fest sitzender Helm sind obligatorisch. Und ein Rückenprotektor kann nicht schaden bei Geschwindigkeiten von über 50 Kilometern in der Stunde auf Strecken mit einem Gefälle zwischen sechs und 13 Prozent und einer Länge von rund 300 Metern. Die 40 Slalomstangen stehen dabei in Abständen zwischen fünf und sieben Metern.
Psyche - Unterstützung vom Professor
In 30 Sekunden ist alles vorbei, über Sieg und Niederlage entscheiden meist Hundertstelsekunden. Das heißt, die Technik muss ausgereift und das Material hochwertig sein. Je nach Untergrund und Wetter werden weiche oder harte Rollen auf die Alu-Schienen geschraubt. „Wir geben im Jahr etwa 1500 Euro nur für die Rollen aus“, sagt Volker Sing. Die carbonverstärkten Schuhe sind für 400 Euro zu haben. Alles in allem kommen bei den Sings, bei zwei Kindern, im Jahr schon 10 000 Euro zusammen. Inklusive der Fahrtkosten.
Degmarn bei Heilbronn gilt als das Mekka des Inline-Sports, zu den Rennen in der näheren Umgebung zählen Steinenbronn bei Böblingen, Nagold oder Dettingen. Hin und wieder geht’s auch nach Italien, Tschechien oder Österreich. Die weiteste Anreise ist den Inline-Skatern erspart geblieben. Oder verwehrt. Eigentlich hätte die Weltmeisterschaft 2014 in Nagano stattfinden sollen, doch die japanische Olympiastadt machte kurzfristig einen Rückzieher. Oberhundem im Sauerland sprang ein, und die Winnender Läufer trumpften groß auf. Mona Sing, mit 23 Jahren die Senioren im Team, kehrte mit zwei Silbermedaillen zurück.
Die Deutsche Slalom-Meisterin hatte sich zwar Chancen ausgerechnet, der Sprung aufs Treppchen war aber ein hartes Stück Arbeit. „Um ganz vorne mitzufahren, muss man immer alles riskieren“, sagt sie. „Mit dem kleinsten Fehler bist du weg, es ist ein schmaler Grat auf diesem Niveau.“ In der Vergangenheit hatte Mona Sing immer wieder mit den Nerven zu kämpfen. „Diesmal habe ich mich gezielt vorbereitet.“ Ein Professor an der Uni Ludwigsburg, wo Mona Sing im siebten Semester Lehramt studiert, hat sie dabei unterstützt.
Die Anspannung ist weg, jetzt ist erst mal Pause angesagt für die Sing-Geschwister. Das heißt, nicht ganz: Bei der jungen Frau steht ein Auslandssemester in den Rocky Mountains an. Fast zeitgleich macht sich ihr Bruder Noah für ein halbes Jahr nach Australien zum Work-and-Travel auf.
„Ein bisschen komisch“ sei das schon, finden Volker und Petra Sing. „Es wird jetzt ganz schön einsam zu Hause“, sagt die Mutter. Dafür werden die restlichen Familienmitglieder nun größere Aufmerksamkeit genießen: Für die beiden Katzen gibt’s sicherlich die eine oder andere Streicheleinheit zusätzlich.
Die SV Winnenden ist Weltspitze – in einer rasanten, technisch schwierigen und noch recht jungen Sportart, die noch um Anerkennung kämpft. Mona Sing und ihr Bruder Noah (18) sowie Alexa Brust (14) sind Kader-Mitglieder des Deutschen Ski-Verbands (DSV), Verena Müller (17) gehört dem Landeskader an. Ein Trainingsbesuch in Leutenbach-Nellmersbach.
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| Volle Konzentration zwischen blauen und roten Kippstangen: Die Winnender Vize-Weltmeisterin Mona Sing bei einem Trainingslauf. Bild: Steinemann |
Auslauf - Gegenhang als natürliche Bremse
Auch die Aussicht von den am Start aufgestellten Klappstühlen auf die Bundesstraße könnte ein bisschen romantischer sein. Andererseits: Mona und Noah Sing, Alexa Brust und Verena Müller sind nicht zum Relaxen hier. Es wird hart gearbeitet. „Die Strecke ist eigentlich ideal“, sagt Hans Schwenzer, Ski-Inline-Sportwart des Schwäbischen Ski-Verbands. „Wichtig ist, dass sie einen Gegenhang hat.“ Der dient quasi als Auslauf, als natürliche Bremse. Stopper haben die Skates nicht, ohne die entsprechende Topografie kämen die Läufer wohl erst kurz vor Winnenden zum Stehen.
Zweimal die Woche trainieren die vier Vorzeige-Läufer der SV Winnenden abends auf der offiziell genehmigten Strecke. Mona Sing hatte sich im vergangenen Jahr den Europameister-Titel im Riesenslalom gesichert, vor ein paar Wochen wurde sie Vize-Weltmeisterin im Slalom und Parallel-Slalom. Ihr Bruder Noah (19) überraschte bei der WM mit Rang fünf im Parallel-Slalom, Alexa Brust wurde in dieser Disziplin Vierte. Im Sauerland nicht am Start war Verena Müller (17), die dem Landeskader angehört. Die anderen drei sind Mitglieder des Deutschen Ski-Verbands (DSV).
International nicht ganz so erfolgreich sind die Winnender im Riesenslalom, was in erster Linie an den fehlenden Trainingsmöglichkeiten liegt. Die Strecke müsste breiter sein, damit die Tore entsprechend platziert werden können. Die eine oder andere Idee für ein weiteres Übungsgelände hätten die Winnender schon. So ganz einfach indes ist das nicht: Da ist zum einen die Haftungsfrage. Schließlich gibt’s wenige asphaltierte Wege, die nicht von Fahrzeugen befahren werden dürfen. „Wir können ja auch nicht irgendwo die Slalomstangen aufstellen“, sagt Schwenzer.
Ende der 1990er Jahre kam der Trendsport Inline-Skaten auf, 1997 gab’s die ersten Wettkämpfe. Die Wintersportabteilung des SV Spiegelberg, mit Hans Schwenzer an der Spitze, sprang auf den Zug auf. Die SV Winnenden stieg 2002 ein – mit Schwenzers Unterstützung. Im Jahr darauf fand in Winnenden bereits der erste Kreisentscheid statt. Die Sportart gewann immer mehr Anhänger, der DSV stellte eine Rennserie auf die Beine.
Balance - Training auf der Slackline
Eigentlich sollte Ski-Inline den Sportlern in der schneelosen Zeit als Trainingsmöglichkeit dienen, es entwickelte sich jedoch nach und nach zu einer eigenen Sportart. „Am Anfang hatten wir in Winnenden zwischen 15 und 20 Läufer“, sagt Schwenzer. Aktuell fahren nur Mona und Noah Sing, Alexa Brust und Verena Müller Rennen. Rund 15 weitere Kinder trainieren in der Rollsportanlage in Winnenden. Dass sich die Anzahl der aktiven Läufer reduziert hat, dürfte nicht zuletzt dem erheblichen Aufwand geschuldet sein. Wie immer, wenn Kinder Leistungssport treiben, müssen die Eltern nicht nur viel Zeit, sondern auch ein bisschen Kleingeld mitbringen. Und sie sollten ein Faible haben für die Sportart. Wie Petra und Volker Sing, die sich über die Wochenend-Gestaltung seit Jahren kaum Gedanken machen müssen. Ihre beiden Kinder Mona und Noah zählen zu den besten Ski-Inlinern überhaupt. Mona ist derzeit Zweite der Frauen-Weltrangliste, Noah liegt auf Rang 16 bei den Männern. Die 14 Jahre alte Alexa Brust ist Elfte in ihrer Altersklasse, Verena Müller (17) ist 51.
Platzierungen, die sich das Quartett hart erarbeitet hat. Die dritte Trainingseinheit pro Woche findet am Stützpunkt in Mosbach bei Heilbronn statt, wo auch der Bundestrainer zugegen ist. Damit jedoch nicht genug: Mit diversen Läufen wird die Ausdauer trainiert, Slackline und Wippe dienen der Gleichgewichtsschulung. Die wird benötigt, um schlangengleich durch den Slalomwald zu huschen. „Alle vier fahren auch sehr gut Ski“, sagt Volker Sing. Der Bewegungsablauf beim Inline-Alpin ist vergleichbar. Zwei bedeutsame Unterschiede indes gibt’s: Weil Skates kürzer sind als Skier, ist es schwieriger, die Balance zu halten. „Und beim Skifahren schmerzt ein Sturz nicht so sehr“, sagt Volker Sing und lächelt.
Klar, die Reibung auf Asphalt ist um etliches höher als auf Schnee. Wobei die Inliner sehr gut geschützt sind: Knie-, Ellbogen- und Handgelenk-Protektoren sowie ein fest sitzender Helm sind obligatorisch. Und ein Rückenprotektor kann nicht schaden bei Geschwindigkeiten von über 50 Kilometern in der Stunde auf Strecken mit einem Gefälle zwischen sechs und 13 Prozent und einer Länge von rund 300 Metern. Die 40 Slalomstangen stehen dabei in Abständen zwischen fünf und sieben Metern.
Psyche - Unterstützung vom Professor
In 30 Sekunden ist alles vorbei, über Sieg und Niederlage entscheiden meist Hundertstelsekunden. Das heißt, die Technik muss ausgereift und das Material hochwertig sein. Je nach Untergrund und Wetter werden weiche oder harte Rollen auf die Alu-Schienen geschraubt. „Wir geben im Jahr etwa 1500 Euro nur für die Rollen aus“, sagt Volker Sing. Die carbonverstärkten Schuhe sind für 400 Euro zu haben. Alles in allem kommen bei den Sings, bei zwei Kindern, im Jahr schon 10 000 Euro zusammen. Inklusive der Fahrtkosten.
Degmarn bei Heilbronn gilt als das Mekka des Inline-Sports, zu den Rennen in der näheren Umgebung zählen Steinenbronn bei Böblingen, Nagold oder Dettingen. Hin und wieder geht’s auch nach Italien, Tschechien oder Österreich. Die weiteste Anreise ist den Inline-Skatern erspart geblieben. Oder verwehrt. Eigentlich hätte die Weltmeisterschaft 2014 in Nagano stattfinden sollen, doch die japanische Olympiastadt machte kurzfristig einen Rückzieher. Oberhundem im Sauerland sprang ein, und die Winnender Läufer trumpften groß auf. Mona Sing, mit 23 Jahren die Senioren im Team, kehrte mit zwei Silbermedaillen zurück.
Die Deutsche Slalom-Meisterin hatte sich zwar Chancen ausgerechnet, der Sprung aufs Treppchen war aber ein hartes Stück Arbeit. „Um ganz vorne mitzufahren, muss man immer alles riskieren“, sagt sie. „Mit dem kleinsten Fehler bist du weg, es ist ein schmaler Grat auf diesem Niveau.“ In der Vergangenheit hatte Mona Sing immer wieder mit den Nerven zu kämpfen. „Diesmal habe ich mich gezielt vorbereitet.“ Ein Professor an der Uni Ludwigsburg, wo Mona Sing im siebten Semester Lehramt studiert, hat sie dabei unterstützt.
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| Die erfolgreichen Ski-Inline-Sportler der SV Winnenden auf ihrem Trainingsgelände in Nellmersbach (von links): Noah Sing, Verena Müller, Alexa Brust und Mona Sing. Bild: Steinemann |
„Ein bisschen komisch“ sei das schon, finden Volker und Petra Sing. „Es wird jetzt ganz schön einsam zu Hause“, sagt die Mutter. Dafür werden die restlichen Familienmitglieder nun größere Aufmerksamkeit genießen: Für die beiden Katzen gibt’s sicherlich die eine oder andere Streicheleinheit zusätzlich.
Sonntag, 14. Dezember 2014
Saisonabschluss 2014 BaWü-Landesskader in Winnenden
Zum Saisonabschluss 2014 traf sich der Kader Ski-Inline der
baden-württembergischen Skiverbände in
Winnenden. Am Sonntag, 05.10.2014 waren fast 20 Teilnehmer, darunter auch viele "Ehemalige", beim
Inline-Hockey in der Rollsporthalle. Die Trainer Tobias Bacher und Peter
Meyer spielten engagiert mit. Das gemeinsame Abendessen im Vereinsheim der SV Winnenden klappte dieses Jahr wegen der Vorbestellung hervorragend. Es war wieder ein schöner Saisonabschluss und viele freuen sich
auf das „Training im Schnee“, am 20. und 21.12.2014 in Reschen. Bilder.
Sonntag, 19. Oktober 2014
Stadt und SV Winnenden ehren vier außergewöhnlich erfolgreiche Sportler
Spitzensport in Winnenden
(Bericht im Blickpunkt vom 16. Oktober 2014)
Erfolge wie in diesem Sommer können Sportler aus Winnenden nicht jedes Jahr feiern. Vier junge Sportler der SV Winnenden haben Deutsche Meister-, Vize-Weltmeistertitel und Pokale geholt. Diese „herausragenden Erfolge auf nationaler und internationaler Ebene“ sollten nicht erst bei der Sportlerehrung im kommenden Jahr gewürdigt werden, erklärte Oberbürgermeister Hartmut Holzwarth bei einem kleinen Empfang am 6. Oktober im Winnender Rathaus. Die Stadt und die SV Winnenden richteten den Empfang gemeinsam aus und dankten damit auch den Trainern und Eltern der Sportler für ihren Einsatz.
Oberbürgermeister Hartmut Holzwarth (rechts) und SV-Chef Hans-Jürgen Will (links) würdigten die Leistungen von (v.l.) Joshua Engelke, Noah Sing, Alexa Brust und Mona Sing und überreichten ihnen einen Bambou-Lounge-Gutschein bzw. einen Gutschein von Skurril.
Die Winnender Inline-Fahrer sind ganz vorne mit dabei
Gleich drei Winnender Inline Fahrer konnten in dieser Saison außergewöhnliche Erfolge feiern. Mona Sing (23) etwa fuhr bei der Deutschen Meisterschaft in Schierling bei Regensburg im Slalom so schnell wie keine andere. Neben dem Titel der Deutschen Meisterin holte sie bei der Ski-Inline-Weltmeisterschaft in Oberhundem noch die Vizeweltmeisterschaft im Slalom und im Parallelslalom. Beim Ski-Inline-Cup des deutschen Skiverbands (DSV) und beim BW-Cup wurde sie Erste und Zweite beim Internationalen Inline-Cup.
Alexa Brust (14) gewann im Juni das Weltcuprennen in Turnov (Tschechien) und ist damit die bisher jüngste Siegerin eines Weltcuprennens in der Geschichte des Ski-Inline-Sports. Außerdem wurde sie Deutsche Vizemeisterin im Slalom und schaffte es auf Platz 4 im WM-Parallelslalom. Beim Finalrennen des BW-Cups Ende September schaffte sie es auf den 1. Platz und erreichte damit den 2. Platz in der Gesamtwertung. Beim DSV-Cup wurde sie Erste. Den zweiten Platz holte sie beim Internationalen Inline-Cup.
Ebenfalls auf den 2. Platz in der Gesamtwertung des BW-Cups schaffte es Noah Sing (18), der beim Finalrennen die zweitbeste Zeit herausfuhr. Außerdem wurde er Vierter bei der deutschen Meisterschaft, Fünfter bei der WM im Parallelslalom, gewann den DSV-Cup und wurde Cup-Sieger beim Internationalen Inline Cup.
Die Inline-Fahrer der SV können somit auf eine sehr erfolgreiche Saison zurück blicken.
Winnender U18-Hochspringer wird Deutscher Meister
Besonders erfolgreich in diesem Jahr war auch der 17-jährige Leichtathlet Joshua Engelke. Zum ersten Mal nahm er an der deutschen Meisterschaft U18 im Hochsprung teil, steigerte im Wettbewerb seine persönliche Bestleistung um zwölf Zentimeter und gewann mit der übersprungenen Höhe von 2,04 Metern den Titel. Im Training hat Joshua Engelke das zuvor noch nie geschafft. Der Leichtathletikverbands-Ehrenpräsident Karl-Heinrich Lebherz, der die Idee für den Empfang im Rathaus hatte, zeigte sich begeistert von der Leistung des jungen Athleten.
Vertreter der Stadt und der SV Winnenden wünschten den Sportlern, dass sie auch in der kommenden Saison wieder solche Erfolge feiern können. (jm)
(Bericht im Blickpunkt vom 16. Oktober 2014)
Erfolge wie in diesem Sommer können Sportler aus Winnenden nicht jedes Jahr feiern. Vier junge Sportler der SV Winnenden haben Deutsche Meister-, Vize-Weltmeistertitel und Pokale geholt. Diese „herausragenden Erfolge auf nationaler und internationaler Ebene“ sollten nicht erst bei der Sportlerehrung im kommenden Jahr gewürdigt werden, erklärte Oberbürgermeister Hartmut Holzwarth bei einem kleinen Empfang am 6. Oktober im Winnender Rathaus. Die Stadt und die SV Winnenden richteten den Empfang gemeinsam aus und dankten damit auch den Trainern und Eltern der Sportler für ihren Einsatz.
Oberbürgermeister Hartmut Holzwarth (rechts) und SV-Chef Hans-Jürgen Will (links) würdigten die Leistungen von (v.l.) Joshua Engelke, Noah Sing, Alexa Brust und Mona Sing und überreichten ihnen einen Bambou-Lounge-Gutschein bzw. einen Gutschein von Skurril. Die Winnender Inline-Fahrer sind ganz vorne mit dabei
Gleich drei Winnender Inline Fahrer konnten in dieser Saison außergewöhnliche Erfolge feiern. Mona Sing (23) etwa fuhr bei der Deutschen Meisterschaft in Schierling bei Regensburg im Slalom so schnell wie keine andere. Neben dem Titel der Deutschen Meisterin holte sie bei der Ski-Inline-Weltmeisterschaft in Oberhundem noch die Vizeweltmeisterschaft im Slalom und im Parallelslalom. Beim Ski-Inline-Cup des deutschen Skiverbands (DSV) und beim BW-Cup wurde sie Erste und Zweite beim Internationalen Inline-Cup.
Alexa Brust (14) gewann im Juni das Weltcuprennen in Turnov (Tschechien) und ist damit die bisher jüngste Siegerin eines Weltcuprennens in der Geschichte des Ski-Inline-Sports. Außerdem wurde sie Deutsche Vizemeisterin im Slalom und schaffte es auf Platz 4 im WM-Parallelslalom. Beim Finalrennen des BW-Cups Ende September schaffte sie es auf den 1. Platz und erreichte damit den 2. Platz in der Gesamtwertung. Beim DSV-Cup wurde sie Erste. Den zweiten Platz holte sie beim Internationalen Inline-Cup.
Ebenfalls auf den 2. Platz in der Gesamtwertung des BW-Cups schaffte es Noah Sing (18), der beim Finalrennen die zweitbeste Zeit herausfuhr. Außerdem wurde er Vierter bei der deutschen Meisterschaft, Fünfter bei der WM im Parallelslalom, gewann den DSV-Cup und wurde Cup-Sieger beim Internationalen Inline Cup.
Die Inline-Fahrer der SV können somit auf eine sehr erfolgreiche Saison zurück blicken.
Winnender U18-Hochspringer wird Deutscher Meister
Besonders erfolgreich in diesem Jahr war auch der 17-jährige Leichtathlet Joshua Engelke. Zum ersten Mal nahm er an der deutschen Meisterschaft U18 im Hochsprung teil, steigerte im Wettbewerb seine persönliche Bestleistung um zwölf Zentimeter und gewann mit der übersprungenen Höhe von 2,04 Metern den Titel. Im Training hat Joshua Engelke das zuvor noch nie geschafft. Der Leichtathletikverbands-Ehrenpräsident Karl-Heinrich Lebherz, der die Idee für den Empfang im Rathaus hatte, zeigte sich begeistert von der Leistung des jungen Athleten.
Vertreter der Stadt und der SV Winnenden wünschten den Sportlern, dass sie auch in der kommenden Saison wieder solche Erfolge feiern können. (jm)
Mittwoch, 1. Oktober 2014
Guter Saisonabschluss für SV Winnenden
Finalrennen des Baden-Württemberg-Cups und Gesamtwertung in Dettingen
In der Ski-Inline-Rennserie der baden-württembergischen Skiverbände haben alle Läufer von der SV Winnenden Podestplätze erreicht. Nach diesem gebührenden Abschluss einer erfolgreichen Saison gehen die Sportler bis zum Frühjahr 2015 in die verdiente Rennpause.
In Dettingen am Fuße der Teck fand das letzte Rennen des Baden-Württemberg-Cups im Ski-Inline-Slalom statt. Über 150 Teilnehmer waren bei spätsommerlichem Wetter am Start. Die Winnenderin Verena Müller ging bei den Schülerinnen U 18 als Cup-Dritte an den Start. Im zweiten Durchgang des Finalrennens hatte sie einen Fehler und kam deswegen nur auf Platz sechs. Umso mehr freute sie sich, dass sie knapp den dritten Platz in der Gesamtwertung halten konnte.
Mona Sing scheidet aus
Vize-Weltmeisterin Mona Sing hatte schon vor dem Finalrennen den Cup-Sieg bei den Frauen sicher. So war es nicht sehr bedeutend, dass sie nach einem schnellen ersten Durchgang beim Kampf um die Tagesbestzeit im zweiten Lauf wegen eines Torfehlers ausschied.
Die zwei weiteren Sportler der SV Winnenden dürfen sich nach ihrem ersten Jahr im Nationalteam des Deutschen Skiverbands (DSV) und den hervorragenden Ergebnissen bei der WM mit zu den Aufsteigern der Saison zählen. Alexa Brust gewann das Finalrennen bei den Schülerinnen U 16 souverän und verfehlte den Gesamtsieg nur knapp. Mit dem zweiten Platz im Baden-Württemberg-Cup war sie dennoch zufrieden. Noah Sing musste sich bei der Jugend U 21 nur dem frischgebackenen Weltmeister Manuel Zörlein geschlagen geben und kam auf Platz zwei, sowohl im Final-Rennen wie auch in der Gesamtwertung. Zum Webalbum Dettingen.
In allen Cupserien auf dem Podest
Die Rennläufer der SV Winnenden haben eine sehr erfolgreiche Saison hinter sich mit einem Meistertitel, drei Vizemeistertiteln und zwei Bronzemedaillen. Bei allen Cupserien gab es Podestplätze mit insgesamt sieben Cupsiegen. Eine hervorragende Ausbeute für die vier aktiven Rennläufer.
In der Ski-Inline-Rennserie der baden-württembergischen Skiverbände haben alle Läufer von der SV Winnenden Podestplätze erreicht. Nach diesem gebührenden Abschluss einer erfolgreichen Saison gehen die Sportler bis zum Frühjahr 2015 in die verdiente Rennpause.
In Dettingen am Fuße der Teck fand das letzte Rennen des Baden-Württemberg-Cups im Ski-Inline-Slalom statt. Über 150 Teilnehmer waren bei spätsommerlichem Wetter am Start. Die Winnenderin Verena Müller ging bei den Schülerinnen U 18 als Cup-Dritte an den Start. Im zweiten Durchgang des Finalrennens hatte sie einen Fehler und kam deswegen nur auf Platz sechs. Umso mehr freute sie sich, dass sie knapp den dritten Platz in der Gesamtwertung halten konnte.
Mona Sing scheidet aus
Vize-Weltmeisterin Mona Sing hatte schon vor dem Finalrennen den Cup-Sieg bei den Frauen sicher. So war es nicht sehr bedeutend, dass sie nach einem schnellen ersten Durchgang beim Kampf um die Tagesbestzeit im zweiten Lauf wegen eines Torfehlers ausschied.
Die zwei weiteren Sportler der SV Winnenden dürfen sich nach ihrem ersten Jahr im Nationalteam des Deutschen Skiverbands (DSV) und den hervorragenden Ergebnissen bei der WM mit zu den Aufsteigern der Saison zählen. Alexa Brust gewann das Finalrennen bei den Schülerinnen U 16 souverän und verfehlte den Gesamtsieg nur knapp. Mit dem zweiten Platz im Baden-Württemberg-Cup war sie dennoch zufrieden. Noah Sing musste sich bei der Jugend U 21 nur dem frischgebackenen Weltmeister Manuel Zörlein geschlagen geben und kam auf Platz zwei, sowohl im Final-Rennen wie auch in der Gesamtwertung. Zum Webalbum Dettingen.
In allen Cupserien auf dem Podest
Die Rennläufer der SV Winnenden haben eine sehr erfolgreiche Saison hinter sich mit einem Meistertitel, drei Vizemeistertiteln und zwei Bronzemedaillen. Bei allen Cupserien gab es Podestplätze mit insgesamt sieben Cupsiegen. Eine hervorragende Ausbeute für die vier aktiven Rennläufer.
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